Das Wort UNENDLICHKEIT wird von der japanischen Künstlerin Rina Khatami-Sasaoka handgeschrieben und als Original gestempelt.
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Material: Hochwertiges Qualitätspapier 250 g/qm
Japanische Kalligraphie Text: UNENDLICHKEIT
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So einfach ist die japanische Küche.Einfache japanische Rezepte für jeden Tag.
Japanisch kochen ganz easy! Dieses Kochbuch beweist, wie
unkompliziert, ausgewogen und lecker die japanische Küche ist.
Versuchen Sie sich an über 70 einfachen und schnellen Rezepten wie
Pilzpfanne mit Soja-Knoblauch-Butter, Hähnchen-Frühlingszwiebel-Yakitori oder
heißen Udon-Nudeln. Für die Rezepte benötigen Sie nur sieben japanische
Spezialzutaten, die in jedem Supermarkt erhältlich sind. So eignen
sich die japanischen Gerichte auch ideal für die Alltagsküche.
Authentische japanische Gerichte mit wenigen Zutaten
Holen Sie sich die herrlichen Aromen Japans ganz einfach in Ihre heimische
Küche! Mit simplen authentischen Rezepten sorgt dieses stimmungsvolle
asiatische Kochbuch für reichlich Abwechslung in der heimischen Küche.
• 76 abwechslungsreiche japanische Rezepte: Von kleinen Gerichten wie
Gyozas und Süßkartoffelkroketten mit Sesam bis zu großen Gerichten wie Tempura
oder Gemüsepfanne mit Schweinefleisch und Ingwersauce.
• Mit nur 7 japanischen Spezialzutaten können Sie (fast) alles aus
diesem japanischen Kochbuch nachkochen. Die Produkte sind in jedem Supermarkt
erhältlich.
• Mix aus traditionellen und modernen Gerichten: Neben traditionellen
Gerichten wie Sushi oder Ramen sorgen auch adaptierte westliche Varianten für
kulinarische Highlights wie z.B. japanische Carbonara, Reisgratin oder -curry.
• Edle Ausstattung mit Farbschnitt und Goldprägung: Ein Must-Have im
Kochbuchregal aller Liebhaber*innen der japanischen Küche.
Exotisch und einfach! Dieses Kochbuch präsentiert Ihnen die Highlights der
japanischen Küche mit simplen Zutaten und unkomplizierter Zubereitung.ISBN 978-3-8310-4253-1
224 Seiten, 199 x 256 mm, fester Einband (Cover mit Goldprägung und
Farbschnitt)
Mit 110 farbigen Fotos und Illustrationen
Dieser Matcha für
den täglichen Genuss stammt aus Lagen mit hoher Lichtintensität und optimaler
Belüftung, was sein charakteristisch kräftiges Aroma prägt. Durch eine
30-tägige Beschattung der erlesenen Sorten Okumidori, Saemidori, Yabukita und Marishi entsteht ein vielseitiges
Produkt, das sich ideal für den puren Genuss, Matcha-Latte oder hochwertige
Backkreationen eignet.20g Packung.
luftdicht in Dose
Geerntet, verarbeitet und verpackt in Japan
Diese Teekomposition aus Sencha und Matcha findet ihren
Ursprung in erlesenen Teegärten am Fuße des Berges Fuji. Die Veredelung erfolgt
durch Matcha, der traditionell und schonend in Steinmühlen vermahlen wurde. In
der Tasse präsentiert sich ein tiefes Grün, das an die unberührten Waldgebiete
der Fuji-Region in Japan erinnert. Durch die Expertise eines erfahrenen
Teemeisters (Chasho) wurden die Facetten von Umami und Shibumi (das harmonische
Zusammenspiel von Süße und Herbe) zu einem charakteristischen Shizuoka-Tee
vereint. Ähnlich wie die Erholung in der Natur zur Lebensqualität beiträgt,
bietet dieser Grüntee einen exzellenten Abschluss für den Tag, eine tägliche
Kostbarkeit unter dem Namen „Daily Delight“.100g Packung. luftdicht verschweißt Geerntet, verarbeitet und verpackt in Japan
Donbukashi (Fukamushicha )bezeichnet die „extreme Bedampfung“ (180
Sek.), die deutlich über die Stufen Asamushi (10–20 Sek.), Futsumushi (60 Sek.)
und Fukamushi (100–120 Sek.) hinausgeht. Diese intensive Verarbeitung zertrümmert die Sencha-Teeblätter,
weshalb robuste Blätter aus Gebirgslagen wie Matsuno am Abe-Fluss unerlässlich
sind. Das Verfahren bewahrt ein sattes Grün und erzeugt einen besonders milden
Aufguss mit feinem Abgang.100g Packung. luftdicht verschweißt Geerntet, verarbeitet und verpackt in Japan
Die 30 Kata des Shotokan KarateVon der Heian-shodan bis zur Unsu, einschließlich der
Ten-no-kataRoland HabersetzerDas umfassendste Kata-Kompendium des Shotokan-Karate –
verfasst von Roland Habersetzer, 9. Dan (Japan) und international anerkannter
Karatemeister.Dieses einzigartige Handbuch präsentiert alle
Shotokan-Kata – von Heian-shodan bis Unsu – in klar strukturierten
Schritt-für-Schritt- Anleitungen, illustriert mit über 3 500 hochpräzisen
kolorierten Zeichnungen.
Ob Anfänger oder Dan-Träger, Trainer oder Prüfer – dieses Werk bietet jedem
Karateka einen unverzichtbaren Leitfaden:• Embusen, kompletter Ablauf, verschiedene Perspektiven
& Zwischenstellungen auf einen Blick
• zahlreiche Bunkai zur Anwendung der Techniken in der Praxis
• didaktisch durchdacht und visuell meisterhaft umgesetztEin Meisterwerk der Kampfkunst – für Ihr Dojo, für Ihr
Karate, für Sie.Dieses Buch ist als echtes Praxis-Handbuch konzipiert,
das den Praktizierenden bis an die Grenze dessen zu führen vermag, was
überhaupt durch Beschreibungen vermittelbar ist.
Eine Kata zwischen die Seiten eines Buches, ja, selbst in ein Video zu zwängen,
ist kaum möglich. Kein Wort, kein Bild vermag den wahren Reichtum einer Kata
darzustellen. Dieser kann nur durch die Praxis entdeckt und erlebt werden. Die
Beschreibung der Kata ist eine Art »Umkleidung«. Der tatsächliche Inhalt ist
eine andere Angelegenheit. Dennoch, eine Umkleidung, die nicht allzu schwer zu
»öffnen« ist, ist bereits ein ermutigender Anfang.
583 Seiten, zahlreiche Abbildungen
ISBN 978-3-957840-41-7
Authentische japanische Rezepte – ganz easy!
Ob Sushi, Ramen oder Snacks im Izakaya-Style – japanische Gerichte sind gesund,
lecker und im Trend. Mit diesem japanischen Kochbuch zaubern Sie fernöstliche
Aromen auf den Teller – viel schneller und einfacher als Sie bisher
vielleicht vermutet haben. Alle japanischen Rezepte in diesem Buch
lassen sich mit wenigen Grundzutaten aus Supermarkt oder Asialaden
(wie Sojasauce, Misopasten, Saké, Dashibrühe oder Mirin) ganz leicht nachkochen
und schmecken genauso authentisch und köstlich wie in Tokio, Kyoto
& Co.
Best of Japan! Japanische Küche für zu Hause.
Japanisch essen gehen? Ja, gerne! Selbst Sushi machen oder Ramen kochen – mit
diesem japanischen Kochbuch kein Problem! Einer echten Japanerin in den Topf
geschaut: Unsere Kochbuchautorin Aya Nishimura ist eine in London lebende
Japanerin, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Ihnen zu zeigen, wie einfach die
Küche ihrer Heimat sein kann. Die japanischen Gerichte für jeden Tag sind
schnell und ohne viel Aufwand zubereitet.
Ramen, Sushi und mehr: Moderne japanische Rezepte – aus typischen Zutaten
gemacht!
• Beilagen wie Wakame-Salat mit Gurke und Shrimps.
• Nudel- und Reisgerichte wie Sobanudelsuppe mit Ente.
• Fisch- und Fleischrezepte wie Tempura, Temaki Sushi oder
Rinder-Tataki.
• Gewürzmischungen und Würzsaucen wie Shichimi Togarashi oder
Grüner-Tee-Salz.
• Desserts wie Matcha-Eis-Sandwiches oder Mochi mit Ingwersirup.
• Grundrezepte z.B. für Dashi-Brühe und Japanischen Reis.
• Stilvolle Foodfotografie für das klassische japanische Flair.
• Vielfältige Menüvorschläge.
• Ein eigenes Kapitel über Izakaya, die angesagten japanischen Bars.
• Informative Sonderseiten mit kulinarischer Landkarte Japans,
Miso-Wissen, Reis-Know-how und vielem mehr!
Dieses japanische Kochbuch ist das perfekte Buch für Japan-Reisende, Fans der
Fernost-Küche, Sushi-Liebhaber und für alle Kochanfänger. Wir wünschen Ihnen:
Itadakimasu (guten Appetit)!ISBN 978-3-8310-3852-7
August 2019
224 Seiten, 197 x 277 mm, fester Einband
Mit 120 farbigen Fotos und Illustrationen
Fukamushi „tiefer Dampf“, der Klassiker unter den
japanischen Grüntees stammt aus der Stadt Yame in Präfektur Fukuoka.Speziell ausgewählte Blätter werden lange und sehr
schonend mit intensivem Dampf behandelt.Der so gebildete Tee besteht aus relativ kleinen Blättern
und wird jeden Grüntee-Kenner mit seiner tiefen Süße, der frischen grünen Farbe
und dem außergewöhnlich reichen Aroma begeistern.100g Packung. luftdicht verschweißtGeerntet, verarbeitet und verpackt in Japan
Die Yame-Region im nördlichen Teil der Insel Kyushu ist eine der ältesten und traditionellsten Teeanbauregionen Japans und für ihren relativ süßen Teegeschmack bekannt. Diese Süße wird durch das Mulchen der Teebäume etwa eine Woche vor der Ernte noch verstärkt. Das resultierende Produkt heißt Kabuse, abgeleitet vom japanischen Verb „kabuseru“, was „mulchen/bedecken“ bedeutet. Durch das Abdecken der Teeblätter mit einem Netz, dem sogenannten „Kanreisha“, wird nur ein Teil des Sonnenlichts durchgelassen und es kommt zu einer teilweisen Photosynthese, die die in den Wurzeln des Teebaums gebildeten Aminosäuren nur teilweise in Catechine umwandelt. Durch die Herstellung eines Tees mit einem Geschmack irgendwo zwischen Gyokuro und Sencha-Tee ist er sehr einzigartig und wird von Kennern hoch gelobt.
100g Packung. luftdicht verschweißt Geerntet, verarbeitet und verpackt in Japan
Die Kata des Judo
Die acht klassischen Formen des Kodokan
Tadao Inogai • Roland Habersetzer
Jigoro Kano, der Begründer des Judo, kodifizierte das System seiner Kampfkunst
in Gestalt von acht Kata. Dieses Handbuch enthält die ausführliche Darstellung
dieser klassischen Kata des Kodokan:
• Nage-no-kata, Katame-no-kata, Kime-no-kata, Kodokan Goshin-jutsu (Goshin-jutsu-no-kata),
Ju-no-kata, Itsutsu-no-kata, Koshiki-no-kata,
Seiryoku-zenyo-kokumin-taiiku-no-kata
• Detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen und fundierte Erklärungen für
den Ablauf jeder Kata
• Illustriert mit ca. 1 200 hochpräzisen Zeichnungen – über 135 Bildtafeln und
zahlreiche Einzelbilder
• Unverzichtbar für den höhergraduierten Judoka – Teil der Ausbildung ab dem 3.
Kyu (Grüngurt), obligatorisch für DanprüfungenTadao Inogai (1908-1978), 8. Dan, gehörte zu den
japanischen Instruktoren, die das Kodokan nach Europa entsandte, um dort die
Kunst des Judo zu verbreiten.
Roland Habersetzer, französischer Kampfkunstexperte (9. Dan, Japan), hat das
von Inogai Sensei verfasste Manuskript illustriert.
405 Seiten, zahlreiche Abbildungen
ISBN 978-3-957840-40-0
Amakusa Shiro - Gottes Samurai: Der Aufstandvon Shimabara
Roland Habersetzer
Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gab es in Japan etwa 300 000 Christen, unter ihnen mehrere Daimyo (Fürsten). Doch das Tokugawa-Shogunat, das seit 1603 Japan beherrschte, verbot die Ausübung der fremden Religion. Vor allem der dritte Shogun der Dynastie, Tokugawa Iemitsu, sah darin eine Bedrohung für die ursprüngliche Kultur des Landes und nicht zuletzt auch für seine Herrschaft. Auf seinen Befehl wurden japanische Christen zu Zehntausenden gefoltert und hingerichtet. Besonders im Süden des Landes, wo die meisten Christen lebten, wurden die Lebensverhältnisse unerträglich. Doch im Geheimen wuchs der Widerstand gegen die Schreckensherrschaft. In seinem Zentrum standen fünf Ronin, die einen Aufstand planten. Als Anführer wählten sie einen 17-jährigen Jüngling, Shiro, von dem es hieß, er sei ein Gesandter des Himmels, ein neuer Messias. Ende 1637 brach der Aufstand aus und entwickelte sich rasch zur einer der größten Rebellionen, die das Reich der aufgehenden Sonne je erlebte. Zehntausende Bauern, Samurai und Ronin kämpften, beseelt von der Kraft ihres Glaubens, gegen die Macht des Shogunats. Der französische Kampfkunstmeister Roland Habersetzer schildert in diesem Roman auf außerordentlich spannende und lebendige Weise sowie mit großer historischer Genauigkeit den Aufstand der Christen von Shimabara.
Zur Geschichte:
Am Ende des 16. Jahrhunderts erlebte Japan einen gewaltigen Kampf um die Herrschaft im Lande. Der junge Tokugawa Ieyasu war entschlossen, den Klan des 1598 verstorbenen Toyotomi Hideyoshi von der Macht zu verdrängen. In der Schlacht von Sekigahara im Jahre 1600 erlitt der Toyotomi-Klan eine vernichtende Niederlage. In der Folge leisteten die unterlegenen daimyō dem Sieger den Treueeid. 1603 ließ Tokugawa Ieyasu sich zum Shōgun ernennen. Dies erscheint als ein gerechter Lohn für seine geschickte Politik, durch die er das Land geeint hatte. Eine schier endlose Reihe von Bürgerkriegen hatte Japan zuvor nicht zur Ruhe kommen lassen. Unter der Herrschaft der Tokugawa begann eine lange Epoche politischer Stabilität. Erst die Meiji-Revolution 1868 beendete die Macht dieses Klans, als der neue Kaiser Mutsuhito die Entscheidung fällte, sein Land in ein modernes Zeitalter zu führen.
Aber 21 Jahre nach dem Tod Tokugawa Ieyasus kam es zu einem kurzen, doch blutigen Zwischenspiel. Einige Monate lang geriet im äußersten Süden des Landes, auf der Insel Kyūshū, die festgefügte Ordnung, die er im ganzen Land etabliert hatte, ins Wanken. Hier, weit entfernt von der Hauptstadt Edo, dem heutigen Tokio, brach ein Aufstand der Christen (kirishitan) aus, der genau genommen eine religionsübergreifende Revolte der gesamten Bauernschaft darstellte, die hier seit Jahrzehnten unbarmherzig unterdrückt und ausgebeutet worden war.
Von den Philippinen aus waren in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts missionierende Jesuiten nach Japan gelangt und hatten erfolgreich damit begonnen, ihren Glauben im Inselreich zu verbreiten. Kaum hatte der erste Tokugawa-Shōgun die Macht ergriffen, erließ er Edikte, die die verstärkte Verfolgung der Anhänger des fremden Glaubens forderten.
Ieyasu befahl, die Kirchen zu zerstören, und er verlangte, dass die konvertierten Japaner entweder dazu gebracht würden, ihrem Glauben abzuschwören oder dass sie, wenn sie unbeugsam blieben, hingerichtet würden. Auf diese Weise sollte der Buddhismus, den er als bedroht ansah, zu seiner alten Stärke zurückfinden. Kyūshū, vor allem aber die Halbinsel Shimabara und die Amakusa-Inseln, wurden zum Schauplatz einer unbarmherzigen Christenverfolgung. Zwischen 1614 und 1635 starben nahezu 300 000 Christen, die sich weigerten, abzuschwören, darunter zahlreiche ausländische Jesuiten. Die Bewohner Kyūshūs stumpften allmählich ab unter dem ständigen Schrecken, mit dem sie leben mussten; nur so konnten sie die unaufhörlichen Gewalttaten der Gouverneure von Nagasaki ertragen, die sich geschworen hatten, die fremde Religion auszulöschen. Es durfte in Japan nur einen einzigen Gott geben, den Kaiser, den Tennō, der als Sohn des Himmels galt. Zahlreiche Christen schworen unter dem Druck der Verfolgungen und den Schrecken der Folter ihrem Glauben ab. Andere zogen sich, seelisch und körperlich geschunden, in entlegene Winkel auf dem Lande zurück, um sich als Landarbeiter durchzuschlagen. Doch die Steuern, die auf die Ernten erhoben wurden, waren dermaßen hoch, dass das, was den Bauern blieb, oft kaum zum Überleben reichte. Die örtlichen daimyō pressten buchstäblich das Allerletzte aus den armen Insulanern, um die hohen Ausgaben bestreiten zu können, die ihrem Rang entsprachen. Aber unter diesen Bauern, deren Leben in den Augen der Machthaber nichts galt, verbargen sich zahlreiche Samurai, die ihre Einkünfte und ihre Privilegien als Berufskrieger verloren hatten, weil sie sich unter ihrem christlichen daimyō Konishi Yukinaga, dem einstigen Herrscher über diese Provinzen, zu dessen Glauben bekehrt hatten. Armut und Elend hatten sie bitter im Herzen werden lassen, aber dennoch hatte alles Unglück ihrer Moral nichts anhaben können. Immer noch war die Erinnerung an die Zeit des Ruhmes ihres Lehnsherrn in ihnen lebendig, jene Zeit, in der Disziplin und die Bewahrung der Tradition zu den wichtigsten Dingen in ihrem Leben zählten. Und so verharrten diese tapferen Männer lange Zeit in Stille, bis zu dem Tag, an dem offensichtlich wurde, dass ihnen tatsächlich keine andere Wahl mehr blieb, als zu kämpfen. Als sie dies begriffen, entschlossen sie sich, einen Aufstand zu initiieren. Und so erhob sich, völlig unerwartet für die Herrschenden, die gequälte Bauernschaft in einer gewaltigen Revolte.
Dies war der Aufstand von Shimabara (Shimabara-no-ran). An der Spitze der Erhebung standen fünf Rōnin, ehemals Samurai im Gefolge von Konishi Yukinaga. Ihre Namen lauteten Ashizuka Chūemon (Chidzuka Zenzaemon) – er war der Rangälteste –, Mori Sōi (Sōiken), Ōye Matsuemon, Ōye Genyemon und Yamada Emonsaku (Zenzaemon). Sie waren es, die in jenem schicksalhaften Herbst des Jahres 1637 den erst 17-jährigen Masuda Shirō Tokisada als charismatischen Anführer der Rebellion auswählten. Ihm folgend stürzten sichZehntausende japanischer Christen in ein Abenteuer, aus dem es kein Zurück geben konnte, da sie es wagten, sich der Macht ihres Shōguns in den Weg zu stellen. Masuda Shirō Tokisada wurde rasch zum Symbol des Widerstands gegen die Unterdrückung und die Ungerechtigkeit. Tatsächlich aber bleibt er eine höchst geheimnisvolle Persönlichkeit. Niemand weiß, ob er beim Aufstand von Shimabara tatsächlich die Befehlsgewalt innehatte oder ob er nur den Willen der fünf Rōnin vollstreckte, die seine Ausstrahlung für ihre Zwecke nutzen.
Wir kennen heute zahlreiche Einzelheiten über die Geschehnisse jener Tage, aber die wirkliche Persönlichkeit des jungen Anführers bleibt im Nebel verborgen. Er stammte aus der in der Provinz Higo gelegenen Stadt Udo. Sein Vater war der christliche Bauern-Samurai Masuda Yoshitsugu (Jinbei). Seit er zwölf Jahre alt war, befand sich Shirō häufig in Nagasaki, wo er für chinesische Händler arbeitete und in einer christlichen Familie Unterricht bekam. Wahrscheinlich war es dort, wo er in aller Heimlichkeit getauft wurde und den portugiesischen Namen Jerónimo Machondano Chico (Maxondanoxiro) erhielt.
Es heißt, schon in sehr jungen Jahren habe sich seine Begabung für Literatur und für alle Formen der Kunst gezeigt. Und die Legende ergänzt: Er sei fähig gewesen, Vögel dazu zu bringen, sich auf seiner Hand niederzulassen und dort sogar Eier zu legen. Manch einer habe ihn gar über das Meer wandeln sehen, in der Nähe eines glühenden Kreuzes, das aus dem Wasser aufgetaucht sei … Man verlieh ihm messianische Eigenschaften, wie sie erforderlich waren, um die Masse der Bauern, Christen wie Nichtchristen, aus ihrer dumpfen Lethargie herauszureißen.
Seine Jugendlichkeit, sein helles Gesicht und seine brennenden Augen trugen das ihre dazu bei: Amakusa Shirō wurde der Engel des Himmels (Tendō), ein neuer Jesus Christus (Yaso Kirishito), der Abgesandte Gottes (Deusu). Seine anziehende Persönlichkeit schlug jeden, der in seine Nähe kam, in den Bann. Seine Botschaft, die er unermüdlich wiederholte, besagte, dass »ein jegliches Ding auf dieser Erde und ein jegliches Wesen, welches auch immer sein Rang sei, denselben Ursprung hätten und von gleicher Natur seien« (Tenchidōkon banbutsu ittai, issai shujo fusen kisen). Diese großzügige und auf die Gleichheit aller gerichtete Sichtweise fand offene Ohren bei den einfachen Leuten auf den südjapanischen Inseln, die Hunger litten und unter dem unerbittlichen Druck der Tyrannei von einer besseren Welt träumten.
Die fünf Rōnin hatten sich also darauf geeinigt, im Namen Shirōs zu handeln, nicht nur aufgrund seines natürlichen jugendlichen Charismas, sondern auch, weil er keiner der rivalisierenden Gruppierungen angehörte, die einen Anspruch darauf hätten erheben können, in diesem Aufstand die Führung zu übernehmen. Und noch bevor er selbst vor die Augen der Abertausenden Unterdrückten trat, die nur allzu gern daran glauben wollten, was ihnen die Gerüchte zugetragen hatten, begeisterte man sich für einen Plan, der ihm zugeschrieben wurde: Ein Marsch nach Norden, um sich mit ausländischen christlichen Truppen zu vereinen; dann die Festung von Ōsaka einzunehmen und auf Edo zu marschieren. Die verhassten daimyō würden unterwegs gefangengenommen werden. Ein neues Zeitalter würde in Japan erstehen!
Voll Hoffnung drängten sich die Menschen am Anfang jenes Herbstes des Jahres 1637 um die Kohlenbecken, die in die Lehmböden der elenden Hütten eingelassen waren, während sich draußen im Wind und in der Kälte die Geister tummelten und der Mond am Himmel aufstieg und die Wipfel der Bäume und die Silhouetten der Berge in ein bläuliches Licht tauchte …
Alle Ereignisse, die in diesem Buch erzählt werden, wie auch ihr zeitlicher Ablauf und die Namen der Orte, an denen sie sich abspielten, sind historisch belegt. Viele der Personen, die auf diesen Seiten auftreten, haben tatsächlich existiert. Der Leser findet sie im Anhang aufgelistet. Ihre Gespräche und konkreten Verhaltensweisen wurden hingegen vom Autor ersonnen. Das gleiche gilt für »Shirōs Tagebuch«, aus dem im Verlauf der Erzählung immer wieder zitiert wird. Die Tagebucheinträge sind gemäß der japanischen Ära Kan’ei (1624-1643) datiert, die der Endzeit der Herrschaft des Kaisers Go-Mizuno-o und dem Beginn der Herrschaft des Meishō-Kaisers entspricht.
Japanische Begriffe werden im Text kursiv angezeigt, dies soll es dem Leser erleichtern, sie im Glossar dieses Buches wiederzufinden. Ausgenommen davon sind Begriffe, die heute als weitestgehend bekannt vorausgesetzt werden können oder deren Bedeutung sich eindeutig aus dem Text selbst ergibt.
Was die Personen – seien sie historisch oder nicht – angeht, so werden ihre Namen gemäß dem japanischen Brauch angegeben: Zuerst wird der Familienname genannt und danach der Vorname.
Die beiden Landkarten im Anhang erlauben es, die Ereignisse räumlich einordnen zu können.
360 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
1. Auflage November 2013
ISBN: 978-3-938305-19-5
22,90 €*
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